CME-Fragebogen 1

Der Wirkungsgrad von Muskelarbeit

Aktion vom 20.09.2017-31.01.2018

CME_Fragen_Wirkungsgrad_DZSM_092017_zur Veröffentlichung.docx 22.08.2017

Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM)

CME-Fragen zu einem Artikel im Septemberheft 2017 (frei zugänglich im
Internet unter zeitschrift-sportmedizin.de):

Thema:

Der Wirkungsgrad von Muskelarbeit


Fragen zu dem Artikel

Dieter Böning, Norbert Maassen, Mathias Steinach





Je eine Antwort ist richtig. Kreuzen Sie die nach Ihrer Ansicht passende an.

 

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1. Welche Wirkungsgradform eignet sich am besten für die energetische Beurteilung einer sportlichen Bewegung?

a) Bruttowirkungsgrad
b) Nettowirkungsgrad
c) Deltawirkungsgrad
d) Arbeitswirkungsgrad
e) bei isometrischen Kontraktionen der Brutto, sonst der Nettowirkungsgrad

 

2. Welche Aussage trifft nicht zu?

a) Im isolierten Muskel beträgt der metabolische Wirkungsgrad etwa 60%.
b) Der Gesamtwirkungsgrad des isolierten Muskels beträgt etwa 50%.
c) Der Maximalwert des Wirkungsgrades wird kaum von der Faserzusammensetzung beeinflusst.
d) Bei isometrischen Kontraktionen ist der Wirkungsgrad negativ.
e) Bei exzentrischen Kontraktionen nimmt der Muskel Arbeit auf.

 

3. Messung der Leistung. Eine Antwort ist falsch

a) Auf einem Drehkurbelergometer hängt die Leistung von Bremskraft und Tretfrequenz ab.
b) Beim Laufen in der Ebene auf einem Laufband wird Energie für die Beschleunigung des Körperschwerpunkts benötigt.
c) Beim Treppensteigen hängt die physikalische Arbeit von Körpermasse, Stufenhöhe und Stufenzahl ab.
d) Auf Ergometern wird die gesamte Arbeit aller Muskeln im Körper gemessen.
e) Die Leistung von Schwimmern kann man in Strömungskanälen messen.

 

4. Messung des Stoffwechsels. Eine Antwort ist falsch.

a) Bei indirekter Kalorimetrie wird der Energieumsatz aus O2-Aufnahme und CO2-Abgabe mit Hilfe des kalorischen Äquivalents berechnet.
b) Bei Verstoffwechselung von Fett ist die Sauerstoffaufnahme je Joule Energiefreisetzung größer als bei Verstoffwechselung von Kohlenhydraten.
c) Genaue Messungen des Wirkungsgrades allein mittels Messung der Atemgase sind nur im steady state bei leichten bis mittleren Belastungen möglich.
d) Der Eiweißanteil am Energieumsatz spielt bei Muskelarbeit im Allgemeinen eine vernachlässigbare Rolle.
e) Den respiratorischen Quotienten RQ erhält man, wenn man die O2 Aufnahme durch die CO2-Abgabe teilt.

 

5. Welche Aussage zum Wirkungsgrad stimmt nicht?

a) Der Nettowirkungsgrad ist wenig von der Leistung abhängig.
b) Der Bruttowirkungsgrad ist wenig von der Leistung abhängig.
c) Der Nettowirkungsgrad ist von der Tretfrequenz abhängig.
d) Der Bruttowirkungsgrad ist von der Tretfrequenz abhängig.
e) Der Deltawirkungsgrad verändert sich mit der Größe der Leistung.

 

6. Wirkungsgrad anaerob. Eine Antwort ist falsch.

a) Die alaktazide Energielieferung durch gespeicherte energiereiche Phosphate im Muskel lässt sich aus dem Sauerstoffdefizit am Anfang einer Muskelleistung schätzen.
b) Ein Anstieg der Blutlaktatkonzentration um 1 mmol/l entspricht etwa 3 ml O2-Verbrauch je kg Körpermasse.
c) Die langsame Phase der O2-Schuld nach Arbeitsende eignet sich nicht für Wirkungsgradberechnungen.
d) Bei sehr intensiver Kurzbelastung kann man den Wirkungsgrad nicht berechnen.
e) Eine leichte konstante Hyperventilation ist kein Störfaktor für Wirkungsgradberechnungen.

 

7. Sportarten. Eine Antwort ist falsch

a) Der Nettowirkungsgrad beim Radfahren beträgt bei mittleren Tretfrequenzen etwa 25%.
b) Beim Laufen kann der Nettowirkungsgrad durch Speicherung potenzieller, kinetischer und elastischer Energie 50% erreichen.
c) Beim Schwimmen erreicht der Wirkungsgrad für den Vortrieb maximal 11%.
d) Bei vielen Sportarten ist der Energieumsatz je m Strecke und kg Körpermasse eine Möglichkeit, den Wirkungsgrad zu schätzen.
e) Beim Gehen sind die Energiekosten unabhängig von der Eigenschwingungsdauer der Beine.

 

8. Trainingseinfluss auf den Wirkungsgrad. Eine Antwort ist falsch.

a) Koordinationsverbesserungen haben einen wichtigen Einfluss auf den Wirkungsgrad.
b) Der Wirkungsgrad der ATP-Bildung in den Mitochondrien ist wahrscheinlich nicht trainierbar.
c) Zehnjährige Jungen haben beim Laufen einen genau so hohen Wirkungsgrad wie Sechzehnjährige.
d) Die Nahrungszusammensetzung spielt keine bedeutende Rolle für den Wirkungsgrad.
e) Bei koordinativ einfachen Bewegungen ist der Trainingseinfluss auf den Wirkungsgrad unterhalb des maximalen Laktat-Steady States gering.

 

9. Umwelt. Eine Antwort ist falsch.

a) In isolierten Muskeln des Menschen steigt der Wirkungsgrad mit der Temperatur.
b) In akuter Hypoxie nimmt der Wirkungsgrad ab.
c) Bei längerer Hypoxie wird oft durch relative Vergrößerung des Kohlenhydratumsatzes und damit des Sauerstoffverbrauchs bei Arbeit eine Verbesserung des Wirkungsgrades vorgetäuscht.
d) Höhenbewohner in den Anden haben keinen erhöhten Wirkungsgrad.
e) In 3000 m Höhe ist der Luftwiderstand beim Marathonlauf ein wichtiger Einflussfaktor für die Leistung.

 

10. NO, Doping, Verschiedenes. Eine Antwort ist falsch.

a) Eine Verbesserung des Wirkungsgrades durch nitrathaltige Säfte ist immer nachweisbar.
b) Es gibt keine Beweise für eine Verbesserung des Wirkungsgrades durch Doping.
c) Bei rhythmischen Bewegungen wie Hüpfen oder Tanzen kann der Wirkungsgrad durch elastische Energiespeicherung verbessertwerden.
d) Nitratzufuhr scheint den Sauerstoffverbrauch bei Ausdauertrainierten weniger zu beeinflussen als bei Untrainierten.
e) Nach Nitrataufnahme wird vermehrt Stickstoffmonoxid NO gebildet